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FAQ

Eine Leistungsdiagnose ermöglicht jedem Sportler – unabhängig vom Alter oder Trainingsumfang – die Ermittlung seiner aktuellen Leistungsfähigkeit. Sie gibt fundierte Aussagen darüber, wie möglichst effektiv trainiert werden kann, ohne eine Überbelastung oder Unterforderung zu riskieren. Deshalb ist sie ist für Sport-(Wieder-) Einsteiger ebenso sinnvoll wie für ambitionierte Breiten- sowie Leistungssportler.

Wichtigste Voraussetzung für eine Leistungsdiagnose ist die aktuelle körperliche Gesundheit, da ein typischer grippaler Infekt die Datenqualität stark beeinträchtigt. Ansonsten im Vorfeld das gewohnte regelmäßige Training durchführen, egal zweimal die Woche oder jeden Tag; ungewohnte Belastungen in Länge und Intensität vermeiden und keine Wettkämpfe in den letzten Tagen vor der Diagnostik.
Die Leistungsdiagnostik gibt Ihnen anhand eines standardisierten Belastungstests einen detaillierten Überblick über Ihre aktuelle Ausdauerleistungsfähigkeit, Ihr Pulsverhalten sowie Ihre Stärken und Schwächen im Sportlerprofil. Daraus resultieren die individuellen Empfehlungen für die Gestaltung des zukünftigen Trainings, so dass das sportliche Ziel erreicht werden kann. Zu unterscheiden ist eine Laktatdiagnostik (Bestimmung der Laktatkonzentration im Blut), die wir für alle Gesundheits- und Breitensportler empfehlen, von einer Laktatdiagnostik mit zusätzlicher Messung der Atemgase (Spiroergometrie), die wir ambitionierten Wettkampfteilnehmern und für das Gewichtsmanagement empfehlen.
Das Laktat ist das Salz der Milchsäure und als Nebenprodukt im anaeroben (ohne Sauerstoff) Stoffwechsel von diagnostischer Bedeutung. Es entsteht in größerer Menge mit steigender Anstrengung, wenn Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden und die aerobe (mit Sauerstoff) Energiebereitstellung nicht mehr ausreichend zur Leistungserbringung ist. Bestimmt wird der Laktatwert aus einem Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen.

Ideal vorbereitet sind Sie, wenn Sie diese Tipps beachten:

  • Ausreichende Kohlenhydratzufuhr schon am Tag vor dem Test (also normal essen, keine Diät)
  • Keine Belastung vorher am Testtag, gut ausgeruht sein
  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (Wasser) am Testtag
  • Kein oder wenig Kaffee und kohlenhydratreiche Nahrung/Getränke kurz vor dem Test, letzte Mahlzeit ca. 2-3h vorher

Mitbringen sollten Sie:

  • Sportkleidung
  • Herzfrequenzmesser (stehen sonst auch leihweise zur Verfügung)
  • Radsportler idealerweise den eigenen Fahrradrahmen, Radschuhe und ggf. eigene Pedalen
  • Vorhandene Testergebnisse
  • Gesundheit und gute Laune

Duschsachen (wenn Dusche vorhanden)

Für die eigentliche Diagnostik sollten Sie mindestens 45 Min. einplanen. Hinzu kommt das Auswertungsgespräch, das etwa noch einmal 45 Min. dauert.

Speziell der günstige Laktat-Stufentest eignet sich dazu, mehrmals im Jahr durchgeführt zu werden. So lässt sich der Leistungsfortschritt dokumentieren und das Training kann an die sportliche Entwicklung angepasst werden. Da körperliche Anpassungsprozesse ausreichend Zeit benötigen, sollten mindestens 2-3 Monate zwischen zwei Tests liegen; sinnvoll sind also 2-4 Diagnostiken pro Jahr.

Immer mehr Radsportler verfügen über ein System zur Leistungsmessung, so dass Training über Puls und Leistung (Watt) gesteuert werden kann. Gerade beim HIT (High Intensity Training) sind die Intervalle so kurz, dass eine Steuerung über die Herzfrequenz sehr schwierig ist. Denn diese braucht immer ca. 1-2 Minuten, um auf den vermehrten Sauerstoffbedarf zu reagieren. Durch die Angaben in Watt kann dagegen sofort im richtigen Bereich trainiert werden. Nebenbei kann bei einer Diagnostik auch die Präzision des Mess-Systems im Vergleich zum wattgenauen Cyclus2-Ergometers überprüft werden, wenn der eigene Rahmen eingespannt wird – da haben wir auch schon böse Überraschungen erlebt!

Durch die Analyse der Atemgase unter Belastung ermitteln wir die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2 max), die ein wichtiger Parameter im individuellen Sportlerprofil ist und neben der Leistungsfähigkeit auch eine Talenteinschätzung ermöglicht.

Über den respiratorischen Quotienten (RQ) bestimmen wir, woher der Sportler tatsächlich seine Energie bezieht (Verhältnis Fett/Zucker). So können wir die tatsächlichen Stoffwechselprozesse nachvollziehen und eventuelle Defizite im Fettstoffwechsel aufzeigen.

Darüber hinaus können wir über die Atemzugsanalyse einschätzen, wie ökonomisch die Atmung arbeitet und eventuell Hinweise auf eine zu aerodynamische Sitzposition oder asthmatische Probleme erhalten.

Für jeden, der gerne Rad fährt und dabei Fehlhaltungen, Schmerzen und Verspannungen vermeiden möchte bzw. der derzeit welche hat und diese abstellen möchte. Neben den ambitionierten Radsportlern im Profi- und Hobbybereich sind das auch Freizeitradler und Radwanderer; grundsätzlich ist ein Bikefitting für jeden hilfreich, der regelmäßig und/ oder lange im Sattel sitzt.

Wir stellen Bike und Sportler durch Videoanalyse der Bewegungen unter tatsächlicher Belastung auf dem Cyclus2-Ergometer so aufeinander ein, dass hoher Fahrkomfort mit möglichst perfekter Aerodynamik bei maximaler physischer Leistung einhergeht.  Sehr aufschlussreich ist dabei die Satteldruckmessung, da an dieser Kontaktstelle zwischen Rad und Mensch am häufigsten Probleme auftreten.

Zu unterscheiden ist statisches, passives vom dynamischen und aktiven Fitting: Körpermaße, Beweglichkeit und Proportionen des Fahrers können zwar statisch ermittelt werden. Aber erst die Analyse in Aktion unter Belastung gibt Auskunft über die tatsächlich optimale Sitzposition, da der Radsport selbst ja auch dynamisch ist und als Bewegung stattfindet.

Als Bikefitter, Sportwissenschaftler und Leistungsdiagnostiker ist Thomas Johanterwage in der Lage, ein ganzheitliches Konzept zur Anwendung zu bringen, das der Komplexität des Zusammenspiels von Mensch und Maschine gerecht wird. Wenn das Bikefitting erhebliche körperliche Defizite im Bereich der Beweglichkeit oder Kraft erkennen lässt, bekommt der Sportler ein individuelles, sportartspezifisches Trainingsprogramm an die Hand.

Das dynamische Bikefitting „Basic“ beinhaltet:

  • Ausführliche Anamnese
  • Optimale Einstellung von: Sitzhöhe, Sitzlänge, Nachsitz & Überhöhung
  • Körperwinkelbestimmung per Videoanalyse
  • Visualisierung des Satteldrucks und Optimierung der Satteleinstellung
  • Vergleich der Druck- & Videobilder vorher/ nachher
  • Analyse, Ausdruck und Aushändigung der Ergebnisse

Dauer: ca. 60 Minuten

Das dynamische Bikefitting „Pro“ beinhaltet zusätzlich mehr Zeit für die Diagnose und Lösung individueller Probleme, z. B.:

  • Test von weiteren Standardsätteln mit der Möglichkeit der Maßsattelbestellung bei Sitzproblemen
  • Montage eines verstellbaren Vorbaus zur gleichzeitigen Veränderung von Sitzlänge und Überhöhung
  • Einstellung der Cleatposition bei Fuß- oder Kniebeschwerden
  • Bei stark eingeschränkter Beweglichkeit oder großen Kraftdefiziten des Sportlers stößt das Bikefitting an Grenzen, die nur durch eine Anpassung des Sportlers an die Sportart überwunden werden können; hierzu Demonstration von Beweglichkeitsübungen, trainingswissenschaftliche Tipps und Hilfestellungen

Alternativ kann das  Bikefiiting „Pro“ die Einstellung der Sitzposition für mehrere Räder beinhalten.

Dauer: ca. 90 Minuten

Zum Bike-Anpassen bitte Rad, Trikot, Radhose und Radschuhe plus Handtuch und Getränk mitbringen – gerne auch weitere Sättel oder Vorbauten soweit vorhanden.

 

Unabhängig von Alter und Fitnessstand kann jeder, der wissen möchte, wie viel Energie sein Körper pro Tag ohne körperliche Anstrengung in Ruhe benötigt, eine Atemgasanalyse durchführen lassen, um sein subjektives Körpergefühl mit objektiven Daten abgleichen zu können.

Über eine Maske, die über Mund und Nase aufgesetzt wird, wird mithilfe einer medizinischen Messvorrichtung, dem Spirometer, jeder Atemzug gemessen. Hierbei werden die Sauerstoffaufnahme sowie die Kohlendioxidabgabe und deren Verhältnis bestimmt – so ist es möglich, den Fettanteil an der Energiebereitstellung zu ermitteln. Die Messung findet in einem bequemen Liegesessel statt und dauert etwa 10-15 Minuten. Insgesamt benötigen Sie für Messung und Beratung 30-45 Minuten. Sie erhalten eine 2-seitige Auswertung Ihrer Ergebnisse zum Mitnehmen.

Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung und möglichst nüchtern (Wasser ist erlaubt, kein Kaffee oder Schwarztee) zum vereinbarten Termin. Idealerweise sollte die letzte Mahlzeit 12 Stunden oder mehr zurückliegen. Am Tag vor der Ruheumsatzmessung sowie am Tag der Messung sollten Sie anstrengende körperliche Aktivitäten oder ein sportliches Training vermeiden. Kommen Sie daher bitte mit dem Auto oder per Bus & Bahn! Da der Grundumsatz bei Frauen prämenstruell ca. 20 % höher liegt als postmenstruell, empfehlen wir eine postmenstruelle Messung.

Wer langfristig und ohne JoJo-Effekt Erfolge bei der Gewichtsreduktion erzielen will, ohne gesundheitliche Schäden zu riskieren, muss die Bedürfnisse seines Körpers kennen und die Grundversorgung sicherstellen. D.h., egal für welche Abnehm-Strategie Sie sich entscheiden, sollte sich die tägliche Kalorienzufuhr zwischen dem Grundumsatz und dem Gesamtumsatz bewegen.

Gesamtumsatz = Grundumsatz + Leistungsumsatz (die Energie, die der Körper zusätzlich zum Grundumsatz für körperliche Tätigkeiten und Aktivitäten benutzt)

Da der Grundumsatz samt Fettstoffwechsel neben dem Alter, Geschlecht und genetischen Faktoren auch von der Muskelmasse und dem Trainingszustand beeinflusst wird, empfehlen wir eine Messwiederholung unter identischen Bedingungen nach etwa 6 Monaten.

Ergänzend kann ein Fettstoffwechseltest bei steigender Belastung durchgeführt werden, um die Zone des höchsten absoluten Fettverbrauchs (in Gramm pro Stunde) beim herzfrequenzgesteuerten Sport zu bestimmen.